Wie erkennt man eine falsche OnlyFans Agentur
Carrd-Landingpage, nur Telegram-Kontakt, kein Impressum... Das sind die Warnsignale.
Falsche Agenturen sind ein Massenphänomen
Seit OnlyFans durch die Decke gegangen ist, tauchen sogenannte Management-Agenturen überall auf. Jede Woche bekommen Creators DMs auf Instagram oder Twitter. “Wir verdreifachen deine Einnahmen.” “Wir kümmern uns um alles.”
Das Problem: die meisten dieser Läden sind gar keine richtigen Unternehmen. Keine Gewerbeanmeldung, kein Büro, kein Team, das man finden könnte. Nur eine Webseite und ein Telegram-Account.
Wir haben uns mehrere solcher Agenturen genauer angeschaut. Das sind die konkreten Warnsignale.
Die Website ist eine Wegwerf-Landingpage
Erster Schritt: schau dir die Website an. Wenn es eine einzelne Seite auf Carrd, Wix oder Linktree ist, solltest du skeptisch werden. Ein echtes Unternehmen investiert in eine Website. Mit Impressum, einer Über-uns-Seite, klaren Kontaktdaten.
Eine Landingpage mit drei Textblöcken und einem Google-Forms-Formular ist keine professionelle Website. Das ist eine Falle für Creators, die es nicht besser wissen.
Kontakt nur über Telegram
Das ist vielleicht die häufigste rote Flagge. Die Agentur hat keine professionelle E-Mail-Adresse. Keine Telefonnummer. Alles läuft über Telegram oder Discord.
Warum? Weil diese Kanäle anonym sind. Wenn etwas schiefgeht, kannst du die Person hinter dem Account nicht aufspüren. Keine Adresse, kein echter Name, nichts.
Ein seriöses Unternehmen hat mindestens eine E-Mail-Adresse auf einer eigenen Domain. So etwas wie kontakt@agenturname.de. Nicht eine @gmail.
Kein Impressum, keine Registrierung
Frag nach der Handelsregisternummer. Oder der Gewerbeanmeldung. Wenn die Person ausweicht oder sagt, dass “die Anmeldung noch läuft,” weißt du Bescheid.
Ohne Gewerbeanmeldung ist der Vertrag, den du unterschreibst, praktisch wertlos. Du hast keinen rechtlichen Hebel, wenn die Agentur mit deinen Einnahmen oder deinem Content verschwindet.
Der Vertrag ist schwammig oder existiert nicht
Wir haben Verträge gelesen, die gerade unter Creators kursieren. Einer ist uns besonders aufgefallen. Die Provision wird nirgends konkret beziffert. Im Dokument steht “erhebliche Vergütung,” aber kein Prozentsatz. Die Pflichten der Agentur sind vage formuliert. Aber deine sind sehr detailliert festgehalten.
Ein ordentlicher Vertrag enthält einen genauen Prozentsatz, die Laufzeit, Kündigungsbedingungen, und was die Agentur konkret leistet. Fehlt davon etwas? Nicht unterschreiben.
Sie wollen dein Passwort
Das ist die absolute Grenze. Wenn eine Agentur dein OnlyFans-Passwort verlangt, lehnst du ab. Punkt.
OnlyFans verbietet ausdrücklich das Teilen von Zugangsdaten. Wenn dein Account durch ein geteiltes Passwort kompromittiert wird, bist du diejenige, die alles verliert. Der Agentur ist das egal. Die machen einfach mit dem nächsten Creator weiter.
Niemand sollte Zugang zu deinem Account haben. Niemand.
Die Versprechen sind maßlos
“Wir machen dich zur Top 1%.” “Du verdienst 10.000 Euro im ersten Monat.”
Wenn das so einfach wäre, würde es jeder machen. Agenturen, die konkrete Zahlen versprechen, ohne deine Situation, deine Nische oder dein Publikum zu kennen, lügen. Es gibt keine Zauberformel. Es braucht Arbeit, Konstanz und Geduld.
Du kannst alles selbst machen
Hier ist die Wahrheit, die diese Agenturen nicht hören wollen: alles, was sie anbieten, kannst du selbst erledigen. Profil einrichten, Abonnenten betreuen, Account bewerben, Preise festlegen. Ja, das ist Arbeit. Aber es ist deine Arbeit, und du behältst 100% von dem, was du verdienst.
Kostenlose Tools gibt es. Anleitungen auch. Du brauchst keine Geister-Agentur, die die Hälfte deiner Einnahmen kassiert für eine Telegram-Nachricht pro Woche.
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